Der Bahnverkehr zwischen Dieringhausen und Brügge 1983 / 1984

Quelle und (C) Roland Wirtz
212 035-0 passiert mit N 6370 Brügge (Westf.) - Dieringhausen das Einfahrsignal von Marienheide am 19. Mai 1986


Der erste aus Richtung Dieringhausen kommende Zug des Betriebstages verkehrte jeweils nur bis Marienheide auf dieser Strecke und setzte seine Fahrt dann um 6.11h - nach nur einminütigem Aufenthalt in Marienheide - Richtung Remscheid - Lennep fort. Mit 6401 startete um 6.19h in Dieringhausen der erste bis Brügge verkehrende Zug des Betriebstages (ohne Halt in Kotthausen).
Nachdem der um 6.09h ab Köln Hbf. abfahrende Frühzug auf der Oberbergbahn nur bis Gummersbach, das später einmal für viele Jahre Endstation aller aus Köln kommender Züge sein würde, verkehrt war, fuhr der eine Stunde später ab Köln Hbf. verkehrende 6405 umstiegsfrei über Dieringhausen bis nach Brügge (ohne Halt in Kotthausen). Die genau gleiche Verbindung bestand auch jeweils wieder zwei Stunden später: Köln Hbf. ab 9.09h bzw. 11.09h, Dieringhausen an 10.18h bzw. 12.18h, ab 10.19h bzw. 12.19h, Brügge an 11.04h bzw. 13.04h. Zug 6413, der Köln Hbf. planmäßig um 12.20h verließ, verkehrte jedoch nur bis Marienheide (an 13.58h, mit Halt in Kotthausen). Die nächsten durchgehenden Verbindungen von Köln über Dieringhausen bis nach Brügge bestanden dann 13.09h, 15.09h und letztmals am Tag um 17.06h ab Köln (alle ohne Halt in Kotthausen). Dazwischen verkehrte noch 6417 um 14.09h ab Köln Hbf. wieder bis lediglich Marienheide. (mit Halt in Kotthausen) und zwei Stunde später der 6421 lediglich bis Gummersbach.

In Richtung Dieringhausen verkehrte als erster Zug des Tages 6406, der seine Fahrt um 6.15h planmäßig in Marienheide startete, und über Dieringhausen und Köln Hbf. bis nach Euskirchen bzw. Jünkerath Richtung Eifel verkehrte (ohne Halt in Kotthausen). Um 6.52h ab Marienheide folgte dann 6410, der ebenfalls umstiegsfrei über Dieringhausen bis Köln Hbf. durchlief (aber mit Halt in Kotthausen). In Brügge startete planmäßig erstmals um 7.44h ein Zug auf die Oberbergbahn, der umstiegsfrei sowie ohne längere Zwischenhalte über Marienheide und Dieringhausen bis Köln kam (ohne Halt in Kotthausen). Gleiche Verbindung bestand anschließend auch jeweils 9.44h und 11.44h ab Brügge, bevor um 12.59h der aus Remscheid - Lennep kommende 6424 zusätzlich auf dem Abschnitt Marienheide - Dieringhausen - Köln (mit Halt in Kotthausen) verkehrte. Es folgten aus Brügge noch die Züge mit den planmäßigen Abfahrtszeiten 13.43h (sogar von Köln weiter bis Kall), 15.43h (sogar von Köln weiter bis nach Jünkerath), 17.43h und 19.43h. Dazwischen verkehrten noch wieder eine Züge im Abschnitt ab Marienheide: ab Marienheide um 14.54h (über Dieringhausen und Köln bis Jünkerath, mit Halt in Kotthausen), 17.06h (aus Remscheid - Lennep bis Dieringhausen, mit Halt in Kotthausen) und 18.02h (ebenfalls aus Remscheid - Lennep bis Dieringhausen, mit Halt in Kotthausen).

Diese Schilderung bezeiht sich auf einen "normalen Betriebstag unter der Woche", also montags - freitags. Am Wochenende wurde mit entsprechend ausgedünntem Fahrplan gefahren.

Es verkehrten also die meisten Züge umstiesgsfrei als durchgehende Verbindung von Brügge bis nach Köln - so wie es nach derzeitigen verkehrspolitischen Pläne des Landes NRW in einigen Jahren wieder Alltag sein soll. Auch war der Fahrplan damals schon an dem heute üblichen Taktverkehr angenähert. Die Zugdichte ähnelte dem 2h - Takt.

Die Fahrtzeit zwischen Brügge und Dieringhausen betrug im Schnitt etwa 46 Minuten. Für den Abschnitt Marienheide - Dieringhausen benötigten die Züge dabei etwa 15 Minuten der Fahrtzeit. Züge, die nur den Abschnitt Marienheide - Dieringhausen befuhren und in Kotthausen hielten, hatten im Schnitt eine etwa 2 - 3 minütige längere Fahrtzeit.

Quelle und (C) Roland Wirtz
218 128-7 (Bw Hagen) verlässt mit City-Bahn N 6419 von Köln Hbf. nach Meinerzhagen den Bf. Marienheide. Nur noch zwei Wochen vor der Einstellung des Reisezugverkehrs auf der Strecke Marienheide - Meinerzhagen - Brügge (Westf).

Nach vielen Jahren wurde der Bf. Marienheide inzwischen wieder reaktiviert. Das auf dem Bild noch veranschaulichte frühere Erscheinungsbild des Bahnhofs läßt sich aber trotzdem heute kaum noch auch nur erahnen....


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Unserer besonderer Dank gilt Herrn Roland Wirtz, der diese Seite mit einem stimmungsvollen historischen Bilddokument tatkräftig unterstützt hat !

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