Eifelquerbahn 1990

Quelle und (C) Axel Heitmann, axel.heitmann@T-Online.de
Am 27. Juli 1990 konnte noch diese Aufnahme einer dreiteiligen Schienenbusgarnitur auf der Fahrt Richtung Mayen zwischen Berenbach und Ulmen entstehen: der letzte Sommerfahrplan mit Regel - SPNV auf diesem Abschnitt...


Mit dem Fahrplanwechsel am 26. Mai 1990 rückte das Aus für die Eifelquerbahn im Personennahverkehr der Bundesbahn näher. Dabei gab es auf die baldige SPNV - Stillegung, welche nichtmals mehr ein Jahr auf sich warten lassen würde, bereits deutliche Anzeichen im neuen Fahrplan.

Wichtigste Änderung war der Wegfall von zwei Schülerzügen zwischen Daun und Laubach - Müllenbach bzw. Mayen - Ost, die seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des Zugangebots auf der Eifelquerbahn gewesen waren. So wurde nun der Frühzug von Laubach - Müllenbach (6.36h ab) nach Daun ebenso wie der mittägliche Zug 12.10h von Daun nach Mayen - Ost ersatzlos gestrichen. Der frühmorgendliche Zug ab Mayen - Ost verkehrte nun etwa 40 Minuten später, um ab Laubach - Müllenbach in der Fahrplanlage des nun eingestellten Schülerzugs zu verkehren und dessen Fahrgaststamm zu übernehmen. Der Preis hierfür war u.a. eine entsprechend spätere Ankunft in Gerolstein, wodurch dort alle Anschlüße entfielen. Der Zug nach Köln fuhr dabei nur 4 Minuten vor der planmäßigen Ankunft des 7052 aus Mayen - Ost in Gerolstein ab...
Mittags entfiel der bisherige Schülerzug nach Mayen - Ost ersatzlos. Den Fahrgästen dieses Zuges blieb - sofern sie tatsächlich weiter die Eifeluerbahn nutzen wollten - nur der 50 Minuten ( ! ) später verkehrende 13h - Zug Richtung Mayen.

Quelle und (C) Axel Heitmann, axel.heitmann@T-Online.de
Als die Schienenbusse der Baureihe VT 98 noch im täglichen Betrieb auf der Eifelquerbahn liefen, entstand diese Aufnahme auf der Rückfahrt von Mayen nach Gerolstein zwischen Uersfeld und Ulmen, 27. Juli 1990.



Gleichzeitig griff eine weitere Maßnahme der Bundesbahn, die inzwischen fast schon als ein Paradebeispiel für den Niedergang einer Eifelnebenbahn gerne geschildert wird: aus betriebstechn. Gründen wurde ein mittäglicher Umstiegszwang in Kaisersesch eingeführt. Der 13h - Zug ab Daun verkehrte nun ebenso wie der 13.19h - Zug ab Mayen - Ost nur noch bis Kaisersesch. Hier bestand ein Umstiegsaufenthalt für die Fahrgäste, dann fuhren beide Schienebusse wieder in die gegengesetzte Richtung zurück statt ihre Fahrt Richtung Fahrgastziel einfach fortzusetzen.

Quelle und (C) Axel Heitmann, axel.heitmann@T-Online.de
Ebenfalls am 27. Juli 1990 war 215 034 - 0 (damals Bw Trier) im Güterzugdienst auf der Eifelquerbahn unterwegs, hier mit einer Aufnahme aus dem Bf. Ulmen vor dem langen Holzzug dieses Sommertages.


Es muss jedoch auch erwähnt werden, dass die Eifelquerbahn im Abschnitt Gerolstein - Daun trotzdem sogar eine Steigerung der Zugkm aufweisen konnte. Grund hierfür war eine zusätzliche Zugleistung um 8.26h ab Gerolstein (9.05h an Daun). Ursache hierfür wird jedoch vsl. ebenfalls ein betrieblicher Grund gewesen sein: durch den Wegfall des Schülerzugs von Laubach - Müllenbach nach Daun musste die Zuggarnitur, welche 9.15h ab Daun nach Gerolstein fuhr, durch eine andere Zugleistung überführt werden.
Der zusätzliche Zug verkehrte zudem für Fahrgäste aus dem Kölner Raum unerreichbar: der erste Zug aus Köln erreichte Gerolstein planmäßig 7 Minuten später...

Quelle und (C) Axel Heitmann, axel.heitmann@T-Online.de
Noch einmal 215 034 in Ulmen am 27. Juli 1990: Viele Jahre später sollte sie dann noch Reisezüge zwischen Köln und Trier durch die Eifel ziehen, bevor hier die Umstellung auf Loks der Baureihe 218 folgte und die Ära der 215 034 in der Eifel endgültig endete...

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Ein besonderes Dankeschön an diese Stelle an Herrn Axel Heitmann für die Unterstützung dieser Seite und den Versuchen die Erinnerung an die Eifelquerbahn im Jahr 1990 lebendig zu halten.

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