Reaktivierung der Westeifelbahn

- neue Perspektiven für eine über 125 Jahre alte Eisenbahninfrastruktur in der Westeifel -

An einem kalten Wintertag des Dezembers 2000 dieselte zum (bislang!) letzten Mal ein Schienenbus auf einer öffentlichen Sonderfahrt durch die Westeifel - zum Juni 2001 wurde die Eisenbahnstrecke Gerolstein - Prüm (-Pronsfeld) stilllgelegt. Seitdem fährt in der gesamten Westeifel, welche früher über Nebenbahnen nach St. Vith, Waxweiler und Neuerburg verfügte, kein Zug mehr.




Während die Gleise in und westlich von Prüm längst demontiert wurden, liegen seitdem 23 Eisenbahnkilometer von Gerolstein über Büdesheim und Gondelsheim bis nach Prüm (Ortsanfang) im "Dornröschenschlaf". Hier schlummert ein enormes touristisches Potenzial für die gesamte Region Westeifel: die Westeifelbahn verläuft weit ab vom lauten Straßenverkehr, durch idyllische Natur, vorbei an markanten Hängen und Felsen und durch das malerische Oosbachtal. Hier könnte weit mehr für einen "sanften Tourismus" in der Ferienregion Eifel entstehen als ein weiterer von inzwischen unzähligen Radwegen auf asphaltierter Wegstrecke.
Es bedarf aber innovativer Wege, um eine Bahnstrecke dieser Länge wirtschaftlich tragfähig reaktivieren und betreiben zu können. Daher vergingen ab dem Jahr 2005 zunächst unzählige Arbeitsstunden mit sehr vielen Gesprächen und viel persönlichem Aufwand, um ehrenamtlich ein solches Konzept zu entwickeln und Kontakte zu knüpfen. Diese fast vierjährige Arbeitsphase konnte Ende 2008 erfolgreich abgeschlossen werden. Entstanden war ein innovatives und kostendeckendes Konzept, das die Westeifelbahn mit neuen Schwerpunkten in der Touristik, im Umweltschutz und in der Gesundheitsförderung wieder mehr denn je zu einer wertvollen Infrastruktur für die ganze Region machen würde. Auch private Investoren konnten hierfür bereits begeistert werden.


So fanden sich im Jahr 2009 einige Privatpersonen als "Projektgruppe Westeifelbahn" zusammen, um die "Westeifelbahn GmbH" mit dem Ziel des öffentlichen Infrastrukturbetriebs der Bahnstrecke Gerolstein - Prüm zu gründen. Eine Betriebsgenehmigung nach § 6 AEG wurde unmittelbar beim zuständigen Landesministerium in Mainz beantragt, nachdem Betriebszusagen vorlagen. Es wurde zudem ein Mehrjahresplan abgestimmt, der - ausgehend von dem Streckenabschnitt Gondelsheim - Wilwerath - die jährliche Verlängerung des Betriebes bis zur vollständigen Instandsetzung der Gesamtstrecke von Gerolstein bis Prüm vorsah.

Die Umsetzung der Pläne wurde von einer Zusammenarbeit mit der sich Anfang 2010 gründenden IG Westeifelbahn e.V. abhängig gemacht.

Nachdem unerwartet und plötzlich im April 2010 ein weiterer Mitbewerber öffentlich sein Interesse an dem Betrieb der Bahnstrecke Gerolstein - Prüm bekundet hatte, wurde der Antrag nach § 6 AEG im Sommer 2010 aus Verfahrensgründen und in Rücksprache mit der "IG Westeifelbahn e.V. "zurückgezogen und das Projekt vorerst nicht mehr weiterverfolgt. 

Im Verlaufe des Jahres 2011 hat die "Projektgruppe Westeifelbahn" öffentlich und gegenüber dem zuständigen Landesministerium ihre Absicht zu dem Betrieb der Bahnstrecke Gerolstein - Prüm mit Verweis auf sich seit 2009 geänderte Rahmenbedingungen endgültig zurückgezogen.

Der damalige Mitbewerber hat nach einem langjährigen Rechtsstreit im Jahr 2014 eine Betriebsgenehnigung nach § 6 AEG erhalten. Eine Pacht der Infrastruktur und die Aufnahme von Instandsetzungsarbeiten zur Streckenreaktivierung sind bislang leider noch nicht erfolgt.

Für historische Informationen über die Eisenbahn in der Westeifel sei auf www.pro-schiene.de verwiesen.

Interessierten Eisenbahnfreunden sei die Kontaktaufnahme mit der IG Westeifelbahn e.V. aus Gerolstein empfohlen.



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Andreas Kurth
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