1997

Ab etwa Mai 1997 konnte die "Prignitzer Eisenbahn" ihren zweiten Schienenbus als "T2" in Betrieb nehmen, der anläßlich eines Bahnhofsfestes in Putlitz an Pfingsten 1997 auf den Namen "Laaske" getauft wurde. Die "Prignitzer Eisenbahn" verfügte somit nun zunächst über zwei betriebsfähige Triebwagen, sodass ein Triebwagen zwischen Pritzwalk und Putlitz planmäßig pendeln konnte, während der andere Triebwagen für Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten im Lokschuppen in Putlitz zur Verfügung stand. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich aber auch bereits weitere Schienenbusse in der Aufarbeitung, da die "Prignitzer Eisenbahn" ihren Verkehr kurz darauf ausweiten konnte:

Zum 01.06.1997 übernahm die "Prignitzer Eisenbahn" auch Zugleistungen "im Auftrag der DB AG" zwischen Neustadt (Dosse) und Kyritz sowie zwischen Neustadt (Dosse) und Rathenow, sodass bald darauf weitere Schienenbusse in Betrieb genommen wurden, die fortan wechselnd auf allen drei Strecken eingesetzt wurden. Dabei fehlte in dieser Zeit allerdings noch eine direkte Verknüpfung der Verkehre von Putlitz nach Pritzwalk mit den Verkehren von Kyritz nach Neustadt (Dosse), da den SPNV zwischen Pritzwalk und Kyritz weiterhin die DB AG selbst erbrachte.

Sowohl die von der DB AG selbst erbrachten als auch die von der "Prignitzer Eisenbahn" als Subunternehmer erbrachten Verkehre wurden von der DB AG jedoch ohnehin als "kritische Linien mit Handlungsbedarf" geführt. Eine mögliche komplette Einstellung aller dieser Verkehre stand zur Diskussion. Auch der Schienenpersonennahverkehr zwischen Pritzwalk und Pultitz war also Ende 1997 - trotz des Engagements der "Prignitzer Eisenbahn" - weiterhin bzw. wieder akut gefährdet.