1998

Am 20.04.1998 erteilte das Ministerium für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr in Potsdam der "Prignitzer Eisenbahn" den Auftrag die bislang von der DB erbrachten Verkehre auf den "kritischen Linien mit Handlungsbedarf" komplett zu übernehmen. Hierzu gehörte nicht nur der Auftrag fortan in Eigenregie und nicht mehr "im Auftrag der DB AG" zwischen Pritzwalk und Putlitz sowie zwischen Kyritz und Neustadt (Dosse) bzw. Neustadt (Dosse) und Rathenow zu fahren, sondern auch die Strecken(abschnitte) Pritzwalk - Kyritz und Pritzwalk - Meyenburg zu übernehmen, sodass ein durchgehendes Netz entstand. Die "Prignitzer Eisenbahn" unterschrieb hierfür einen znächst auf zwei Jahre befristeten Verkehrsvertrag. Darauf aufbauend erteilte anschließend das Schweriner Wirtschaftsministerium der "Prignitzer Eisenbahn" auch den Auftrag die Weiterführung der Verkehre Pritzwalk - Meyenburg hinter der Landesgrenze Brandenburgs über Karow bis nach Güstrow zu übernehmen. Im Gegenzug bestellte das Schweriner Wirtschaftsministerium diese Zugleistungen aus Kostengründen bei der DB AG komplett ab.

Entsprechend expandierend entwickelte sich der Verkehr in und ab Putlitz im Jahr 1998, da nun immer mehr Schienenbusse benötigt und am Standort Putlitz in Betrieb genommen wurden.

Zum 27.09.1998 nahm dann die "Prignitzer Eisenbahn" erfolgreich auch die Neuverkehre auf den Strecken Pritzwalk - Neustadt (Dosse) sowie Pritzwalk - Meyenburg - Güstrow auf, wobei alle Triebwagen in Putlitz stationiert waren und wechselnd auf allen Strecken der "Prignitzer Eisenbahn" eingesetzt wurden. Betrieblich war hierbei von Vorteil, dass die aus Putlitz kommenden Fahrzeuge nun auch in Direktverbindungen über Pritzwalk hinaus eingesetzt werden konnten, um einen Fahrzeugtausch in den jeweiligen Einsatzgebieten ohne Leerfahrten zu ermöglichen.

Und es ging noch weiter: Nach einem weiteren Neuauftrag konnte die "Prignitzer Eisenbahn" kurz vor Ende des Jahres 1998 auch zum 14.12.1998 den Betrieb zwischen Neustadt (Dosse) und Neuruppin aufnehmen.

Dabei war es schwer bei dem Erwerb und der Aufarbeitung der Schienenbusse dem so schnell anwachsenden Fahrzeugbedarf gerecht zu werden, sodass bei Fahrzeugknappheit auch Schienenbusse anderer Eigentümer ausgeliehen werden mussten.






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