2011

Die ursprünglich u.a. für die Verkehre Pritzwalk - Putlitz vorgesehenen LVT/S-Triebwagen werden von der "Prignitzer Eisenbahn" nicht mehr auf den Strecken Pritzwalk - Meyenburg und Pritzwalk - Neustadt (Dosse) benötigt, da mit Auslaufen des Verkehrsvertrages der "Prignitzer Eisenbahn" für die Verkehre Oberhausen - Dorsten und Oberhausen - Duisburg-Ruhrort in Nordrhein-Westfalen im Dezember 2010 dort nicht mehr benötigte Talent-Triebwagen nun für die 2006 übernommenen Ersatzverkehre Berlin-Lichtenberg - Templin zur Verfügung stehen, sodass dort wiederum nicht mehr benötigte Regio-Shuttle in die Prignitz zurückkehren können. Die LVT/S kehren daraufhin aber nicht nach Putlitz zurück, sondern werden 2011 an ein Unternehmen verliehen, welches den Zugverkehr auf der Strecke Lutherstadt Wittenberge - Bad Schmiedeberg einige Jahre zuvor übernommen hatte.

Bis auch der zweite Doppelstock-Schienenbus Ende August 2011 einen gravierenden Schaden erleidet, wird der Betrieb Pritzwalk - Putlitz weiterhin mit den reaktivierten Doppelstock-Schienenbussen abgewickelt. In der Folgezeit übernimmt zunächst der bislang nur als Reservefahrzeug dienende 798 610 wieder planmäßig den Betrieb und wird kurzfristig durch "T11" als Reservefahrzeug verstärkt, der im Mai 2009 als letzter betriebsfähiger Schienenbus der "Prignitzer Eisenbahn" abgestellt worden war. Spekuliert wird zu diesem Zeitpunkt auch über die Aufarbeitung des ebenfalls seinerzeit mit Fristablauf abgestellten "T12", da sich dieser im Sommer 2011 in der Werkstatt im Lokschuppen in Meyenburg befindet, wobei es jedoch letztendlich nicht zur Wiederinbetriebnahme eines dritten Schienenbusses kommt.

Eine in der Folge erhebliche Veränderung für die Strecke Pritzwalk - Putlitz beginnt dann im Herbst 2011 ganz unscheinbar damit, dass der Fahrplan dieser Verkehre aus den Fahrplanmedien der "Prignitzer Eisenbahn" verschwinden. Die "Prignitzer Eisenbahn" hatte zuvor dem Putlitz-Pritzwalker-Eisenbahnförderverein die Vereinbarung über die Betriebsführung dieser Verkehre gekündigt - und sich somit von dem Betrieb auf genau der Strecke zurückgezogen, mit der das Unternehmen einstmals angefangen hatte. Dank der lückenlosen Übernahme der Betriebsführung durch die "Eisenbahngesellschaft Potsdam" (EGP) hat der Rückzug der "Prignitzer Eisenbahn" aber keine unmittelbaren Auswirkungen auf den Betrieb und bleibt von den Fahrgästen wahrscheinlich weitestgehend unbemerkt. Nur das Austauschen der an den Stationen ausgehängten Fahrpläne deutet darauf hin, da das Logo der EGP auf den Fahrplänen nun das den Fahrgästen seit 1996 vertraute Logo der "Prignitzer Eisenbahn" ersetzt. Und so endet am Ende der Betrieb der "Prignitzer Eisenbahn" auf "ihrer" Heimatstrecke Pritzwalk - Putlitz ganz unscheinbar - ziemlich genau nach 15 Jahren.
Wenig später endet dann mit Ablauf des letzten Verkehrsvertrages auch das Engagement der "Prignitzer Eisenbahn" in Nordrhein-Westfalen.




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