Putlitz, 2002

Das Jahr 2002 begann damit, dass die "Prignitzer Eisenbahn" erstmalig ein Fahrzeug übernahm, welches in der Werkstatt nicht aufgearbeitet werden musste, sondern wenige Tage nach der Überführung und Umstationierung nach Putlitz bereits in Betrieb genommen werden konnte: Ein Prototyp des Typs "Talent". Zu den Aufgaben der Werkstatt gehörte hiermit aber nicht nur erstmalig die Wartung und Instandhaltung eines erst wenige Jahre alten Triebwagens, sondern im Verlaufe des Jahres 2002 auch die Umrüstung des Triebwagens auf "Rapsöl" als Betriebsstoff.

Nach der Fertigstellung der letzten Aufarbeitung eines Schienenbusses in Putlitz im Vorjahr konnte nun 2002 der erste Mak-Großraumdieseltriebwagen nach erfolgreicher Aufarbeitung als "VT 20" bei der "Prignitzer Eisenbahn" in Betrieb genommen werden. Zugleich startete bereits ein weiteres Aufarbeitungsprojekt, das noch ungleich mehr mediale Aufmerksamkeit erzeugte, als die "Prignitzer Eisenbahn" etwa 20 Loks der Baureihe 221 erwarb und aus Griechenland "heimholte", um möglichst viele Triebfahrzeuge wieder betriebsfähig aufzuarbeiten und Dritten zum Kauf anzubieten. Da die Abstellmöglichkeiten in Putlitz allmählich schon erschöpft waren, wurden allerdings nicht alle 20 Loks bis Putlitz überführt, sondern auch bspw. einige Loks auf einem angemieteten Gleis in Pritzwalk abgestellt.

Im Mittelpunkt stand allerdings für die "Prignitzer Eisenbahn" im Jahr 2002 eigentlich die Neuaufnahme von Personenverkehren in Nordrhein-Westfalen. Hiervon wäre die Werkstatt in Putlitz zwar planmäßig kaum betroffen gewesen, jedoch gab es Lieferverzögerungen bei den für diese Verkehre fabrikneu bestellten Talent-Triebwagen. Dementsprechend bemühte sich die Werkstatt um die rechtzeitige Fertigstellung der Aufarbeitung der im Vorjahr erworbenen Doppelstock-Schienenbusse, die als Ersatzfahrzeuge ab Dezember in Nordrhein-Westfalen eingesetzt werden sollten.

Neben den Doppelstock-Schienenbussen wurde auch der Prototyp des Typs "Talent" als Ersatzfahrzeug im Dezember 2002 von Putlitz nach Mülheim Styrum umstationiert. Ebenfalls zwei Schienenbusse (T1 und T8), die als Doppelgarnitur eine Fahrzeugreserve in Nordrhein-Westfalen bilden sollten und als solche auch tatsächlich mehrfach im Personenverkehr zum Einsatz kam.








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